Das Alarm Phone braucht Geld!

16. September 2019: Eine ganze Nacht lang begleiten unsere Schichtteams ein Boot im zentralen Mittelmeer. 90 Menschen waren in Libyen gestartet und hatten sich schon bis in die maltesische Such- und Rettungszone durchgekämpft. Mit einem Satelliten-Telefon haben sie uns immer wieder ihre aktuelle GPS-Positionen mitgeteilt, die wir sofort an die Küstenwache weitergeleitet haben. Am frühen Morgen kommt die erleichternde Bestätigung. Die Menschen sind alle gerettet. Die Anrufe zum und vom Satelliten-Telefon sind teuer, mehrfach hatten wir ihr Guthaben aufgeladen, um das Boot in der Kommunikation zu halten. Diese eine Nacht hat uns ca. 250 Euro gekostet und wir hatten viele solcher Nächte in den letzten Wochen.

3. Oktober 2019: Mit einer kleinen Delegation ist das Alarm Phone nach Malta gereist. Wir suchen PartnerInnen vor Ort, die uns helfen beim Druck machen auf die maltesische Küstenwache. Denn die reagiert häufig nicht auf unsere Notrufe, in einem Fall vergingen 17(!) Stunden, bis ein Boot endlich gerettet wurde. Neue wichtige Kontakte sind bei dem Malta-Besuch entstanden, auch neue Ideen, wie wir den Druck für unverzügliche Rettungen erhöhen können. Die Reisekosten beliefen sich auf ca. 1000 Euro.

Oktober 2019: Wir benötigen aktualisierte Faltblätter zu den „Risiken auf See“ sowie Nachdrucke unserer Visitenkarten mit unserer Nummer und einer kurzen Erläuterung in vielen Sprachen. Geschätzte Druckkosten ca. 2000 Euro.

November 2019: Zum kommenden internen Netzwerktreffen in Marseille sollen selbstverständlich unsere Alarm Phone Aktiven aus der Türkei, aus Tunesien, aus Marokko und dem Senegal dabei sein. Auch FreundInnen vom Schwester-Projekt des Alarm Phone Sahara aus Niger sind zum Austausch eingeladen. Reisekosten von ca. 6000 Euro werden dafür anfallen.

Unser Projekt versucht mit möglichst geringen Ausgaben zurechtzukommen. Wir haben rund 200 Mitglieder, aber keine einzige bezahlte Stelle. Für das Alarm Phone arbeiten alle ehrenamtlich. Doch die oben beispielhaft erläuterten Kosten fallen regelmäßig an, und unser Geld reicht momentan nur bis Anfang 2020. Deshalb bitten wir um Spenden. Gerne Daueraufträge mit kleinen Summen. Gerne auch Einzelspenden. Jeder Beitrag hilft uns:

  • um unser selbstorganisiertes Callcenter zu betreiben, um Satellitentelefone der Menschen auf den Booten anzurufen und diese online mit Guthaben aufzuladen;
  • um mittels mehrsprachiger Visitenkarten unsere Notrufnummer in den migrantischen Communities zu verbreiten;
  • um Informationsflyer zu den Risiken auf See zu verteilen;
  • um Kampagnenmaterial gegen Frontex und das Grenzregime zu erstellen;
  • um Netzwerktreffen zu organisieren und Kontakt- und Recherchereisen in die verschiedenen Transitregionen zu unternehmen.

Unser Projekt ist unabhängig und auf Spenden angewiesen.

In 5 Jahren Alarm Phone haben wir fast 3000 Boote begleitet und unterstützt. Wir machen mit unserer Hotline weiter- bis das Sterben auf See ein Ende findet! Wir zielen mit unserer Arbeit auf konkrete Korridore der Solidarität. Wir kämpfen für das Recht auf Bewegungsfreiheit und für gleiche Rechte für alle Menschen auf diesem Planeten.

Herzlichen Dank für Deine Unterstützung!

 

SPENDENKONTEN

Forschungsgesellschaft Flucht & Migration, Sparkasse der Stadt Berlin
IBAN: DE68 10050000 0610024264
BIC: BELADEBEXXX
Stichwort: Alarm Phone

Zwecks Spendenbescheinigung bitte an folgende Email wenden:
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Verein Watch The Med Alarmphone Schweiz
PC: 61-172503-0
IBAN CH21 0900 0000 6117 2503 0

Wenn Du eine Spende von einem Schweizer Konto aus machst, solltest Du automatisch eine Spendenbescheinigung bekommen. Falls jedoch Probleme auftauchen, bitte schreibe uns an folgende Email:
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